Der Kohlweißling nutzt meinen Kohl als Kinderstube

von Josef Beermann

Erst habe ich kleine Raupen entdeckt, dann kreisten Schmetterlinge um meinen Kohl und nun gibt es zwei neue Gelege. Diesmal bin ich mir sicher, der Kohlweißling hat den Kohl der Stunde genutzt.

Bei meinen täglichen Besuchen des Hochbeets, es könnte ja eine Tomate reif genug sein, habe ich im Kohl Raupen entdeckt.

Auch wenn ich sicher kein Fachmensch oder besonders gut im Bestimmen bin, glaube ich doch hier eine Raupe des kleinen Kohlweißlings in meinen Kohlpflanzen entdeckt zu haben. Klein, flauschig und grün sind die kriechenden Würmchen. Raupen des großen Kohlweißling sind wohl eher gelb-schwarz. Die Raupen haben in jedem Fall meine Aufmerksamkeit geweckt und so wurde der Kohl zur Nummer eins der beobachteten Pflanzen im Garten.

Da flogen Sie dann, die großen Kohlweißlinge

Da der Kohl nun von mir observiert wurde, war mir schnell aufgefallen, als sich zwei Schmetterlinge im Tanz um den Kohl vergnügten. Allerdings waren das die großen Kohlweißlinge mit den Punkten auf den Flügeln. Immer wieder setzten sie sich und flogen dann wieder umher und drumherum. Schön anzusehen wie ich finde. Eine Eiablage konnte ich aber nicht beobachten, vielleicht habe ich auch gestört. Es kann aber auch sein, dass ich einfach nicht schnell und gut genug geschaut habe.

Zwei Tage nach dem Schmetterlingstanz finde ich dann kleine Gelege am Blatt

Jetzt, nach wenigen Tagen, finden sich dann doch Gelege an den Kohlblättern. Kleine, gelbe Eier reihen nebeneinander auf der Rückseite der Kohlblätter. Jetzt gehe ich fest davon aus, dass es sich um die Gelege der beiden Falter handelt. Auch, wenn diese Eier den Eiern der Marienkäfer von meinem Apfelbaum sehr ähnlich sehen. So richtig Unterschiede kann ich nicht ausmachen, dazu sind sie zu winzig.

Jetzt heißt es am Ei bleiben und immer wieder nachsehen wie es weiter geht

Ich hoffe, die alltägliche Arbeit hält mich nicht davon ab, die Weiterentwicklung zu verfolgen. Wäre schön die weiteren Stadien der Eier zu beobachten. Wenn am Ende aber alle satt sind, ein paar schöne Falter dabei herauskommen und vielleicht noch etwas Kohl für mich überbleibt, soll der Sache schon gedient sein.

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