Die eigene Champignon Zucht, schmackhafte Pilze aus der Kiste

von Josef Beermann

Wie gut es klappen würde, eigene Pilze zu ziehen hätte ich mir kaum vorstellen können. Doch es ist viel einfacher, als man denkt. Zumindest, wenn man ein gut vorbereitetes Paket vom Fachmann bekommt, mit dem die Pilzernte fast schon garantiert ist.

Bei uns um die Ecke gibt es eine große Champignonzucht. Bisher kannte ich nur den prägnanten Geruch, den die Anlage in der Landschaft verteilt. Jetzt hatte ich aber Gelegenheit, eine Zuchtkiste auszuprobieren und so meine eigene kleine Champignonzucht nach Hause zu holen.

Alles in einer Box, stabil verpackt kommt die Pilzbox zu mir nach Hause

In einem noch handlichen Format kommt die Pilzbox daher. Nicht so schwer, wie man eine mit Erde bzw. Pilzsubstrat gefüllte Kiste erwartet.  Schnell geöffnet, präsentiert sich mir ein in Folie eingepackter weiß-brauner Block. Wie ich später erfahre, ist das Weiße das Myzel, das Braune ist ein Substrat, aus dem die Pilze Ihre Nährstoffe ziehen. Zudem befinden sich zwei Beutel Erde im Paket, die brauche ich später, um die ganze Sache in Schwung zu bringen.

Der beiliegenden Gebrauchsanweisung entnehme ich, dass ein Platz mit einem Temperaturbereich von 14-18 Grad Celsius ein optimaler Standort für die Pilzbox ist. So einen Platz habe ich, im Stall, wo sonst nur Gartenwerkzeuge und Fahrräder ihr Dasein fristen.

Jetzt wird alles für die eigene Pilzzucht vorbereitet

Die Folie schneide ich auf und lasse dabei einen Rand stehen, da der Myzel-gesättigte Block Substrat jetzt mit der mitgelieferten Erde bedeckt wird. Etwas 3-4 Zentimeter schichte ich die Erde auf.

Jetzt wird alles gegossen. Nicht zu trocken, nicht zu nass soll es sein. Also nehme ich die kleinste Gießkanne, die ich im Garten finden kann und gieße vorsichtig an, bis ich meine das es gut ist. Das war es auch schon mit der Vorbereitung. Jetzt heißt es warten.

Immer feucht halten und täglich gucken, ob schon etwas wächst

Nach ein paar Tagen strecken sich tatsächlich die ersten Köpfchen aus der Erde. Hier und da kann man bereits erkennen was da wächst. Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon sehr gespannt, wie viele Pilze wachsen werden.

Dann kann man fast schon zusehen, wie die Pilze wachsen. Immer mehr und immer größer werden die Champignons und sehen schon sehr bald sehr lecker aus. So gibt es bald schon eine riesen Portion schmackhafte, wohlriechende Pilze zu ernten.

Mit einer Ernte ist es aber nicht vorbei, stetig wachsen neue Pilze in der Box

Nachdem die erste Ernte bereits üppig daherkam, war ich gespannt, wie sich der Ertrag weiter entwickeln würde. In der Anleitung wurden bis zu 6 Kilo als Maximum genannt. Da mussten also noch einige Pilze wachsen. Und das taten sie dann auch.

Was macht man jetzt mit so vielen Pilzen

Kochen natürlich, an Nachbarn verschenken und haltbar machen. Eine Pilzpfanne mit Zwiebeln und frischer Petersilie. Mit frisch geernteten Pilzen schmeckt das einfach besonders gut.

Die Pilze, die ich nicht direkt verwerten konnte, habe ich im Dörrautomaten getrocknet. So kann man sie eine ganze Zeit lang aufbewahren und z. B. für Suppen oder ein Risotto nutzen.

Wenn keine Pilze mehr wachsen kann man das Substrat einfach im Garten im Beet untermengen

Irgendwann sind die Nährstoffe im Substrat aufgebraucht und es wachsen keine Pilze mehr. Jetzt kann man den gesamten Inhalt der Box einfach im Garten als Dünger nutzen. Beim Verteilen im Beet hat es noch mal herrlich nach Pilzen gerochen. Negative Nebenwirkungen sind mir keine aufgefallen. Das Substrat scheint größtenteils aus Stroh zu bestehen.

Und wo kann man seine Pilzbox für die eigene Pilzzucht kaufen?

Der Pilzzüchter bei mir um die Ecke bietet seine Pilzboxen auch in einem Online-Shop (Meine Pilzernte) an. In der Zeit von September bis Mai kann man hier seine Box nach Hause bestellen.

Auf der Website wird auch schön erklärt, wie das alles funktioniert. Ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall.

Ich werde mit im Herbst wieder eine Kiste besorgen. Es hat viel Spaß gemacht über mehrere Wochen frische Pilze zu ernten.

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