Ein merkwürdiger Start in den Frühling

von Josef Beermann

Da kommt er der lang erwartete Frühling und Covid-19 hält die Welt in Schach. Der Garten entpuppt sich einmal mehr als Quell der Ruhe und Geborgenheit. Denn hier kann ich mich frei bewegen, ohne Angst vor Ansteckung. Und es wird jetzt wirklich Zeit, das ein oder andere zu pflanzen und zu ernten.

Die Minze entwickelt sich prächtig

Zack und schon ist der März vorbei

Mit viel Sonne hat sich der März bereits verabschiedet. Nach dem kurzen Februar kommt mir die Aussicht auf den Monat mit 31 Tagen immer sehr lang vor, das erweist sich aber oft als Irrtum. Denn im Monat März passiert einfach unheimlich viel. Der Winter verabschiedet sich und der Frühling kehrt mit milden Temperaturen zurück. Genau die richtige Zeit um ein paar Pflanzen zum Keimen zu bringen und auf der Fensterbank vorzuziehen. Neben Paprika habe ich Tomaten und Stangenkohlsamen in die Erde gebracht. Mal sehen, was mir davon gelingt.

Ich finde es extrem spannend, zu beobachten, wie aus einem Krümmel Samen eine Pflanze wird, wie sich die kleinen Racker dem Licht entgegen strecken und mit aller Kraft ihren Weg ins Freie finden. Jeden Tag kann man sehen, wie sich die kleinen Pflanzen weiterentwickelt haben. Ich meine auch, dass sie nachts mehr wachsen als tags.

Auch eine Kiste mit einer Wildblumenmischung habe ich angesetzt. Wollte wissen, ob das so früh schon was gibt. Es sieht ganz vielversprechend aus.

Die Bäume im garten geben richtig Gas und produzieren das erste Grün

Ob Apfelbaum oder Fliederbusch, alle größeren Pflanzen im Garten legen los und zeigen, was in ihnen steckt. Mein Aprikosenbaum ist wieder erfroren, es geht ihm einfach nicht gut, wenn es noch mal friert. Das war im letzten Jahr so und hat sich dieses Jahr wiederholt. Ich spiele mit dem Gedanken ihn zu ersetzen, denn auch wenn ich etwas an ihm hänge, nimmt er doch Platz weg, den ich für eine Frucht nehmen kann, die mir auch Ertrag bringt.

Der Apfelbaum treibt deutlich später aus und hat damit die Frostgefahr umgangen. Er scheint einfach besser an diese Klimazone angepasst und wird hoffentlich eine tolle Blüte hervorbringen.

Auch sonst treibt alles aus. Hier und da hat der Frost zugeschlagen, alles in allem sieht es aber gut aus und der Frühling kann kommen.

Die ersten Blüten wecken die Lebensgeister nach der langen Regenzeit (Winter konnte man das ja nicht nennen)

Mit die ersten im Jahr sind die kleinen Traubenhyazinthen. Sie locken nicht nur mich aus dem Haus, sondern auch viele hungrige Insekten. Auch sonst lassen sich im Garten zahlreiche Blüten entdecken. Manchmal versteckt im Bärlauch, manchmal irgendwo in einem Eck. Schön sind sie alle und bieten den fliegenden Gartenbewohnern eine stärkende Mahlzeit.

Mein Salat hat den Frost gut überstanden. Ich hatte ihn bei fast 20 Grad Temperatur gesetzt und nicht damit gerechnet, dass die Grade derart purzeln würden. Es ist aber gut gegangen.

Jedes Jahr das beste Bärlauchpesto aus dem Garten

Es schmeckt einfach am besten. Frisch aus dem Garten geholt und direkt zu einem wohlschmeckenden Pesto verarbeitet. So lass ich mir das gefallen. Beim Ernten achte ich immer darauf, pro Pflanze ein bis zwei Blätter stehen zu lassen, damit die Pflanze genug Kraft für die Blüte entwickeln kann. Ich denke, diese Taktik hilft dabei, dass der Bärlauch sich wunderbar ausbreiten kann. Platz genug hat er, da ist Luft nach oben.

Corona hat uns alle fest im Griff

Ja, um den Coronavirus und die Covid-19 Krankheit kommt keiner drumherum. Es ist schon erstaunlich, welche Ausmaße das alles hat. Es gibt aber auch durchaus Dinge, die ich dieser zeit abgewinnen kann. Es ist zum Beispiel deutlich leiser. Nur vereinzelt Flugzeuge, kaum ein Lärm von den Straßen.

Ein kleines Lied habe ich auch zu dieser Zeit geschrieben und mit dem Smartphone aufgenommen. Ich mag den Song und hoffe er schafft es, ein kleines Lächeln herbeizurufen.

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