Garten, Insekten, Blüten. Hier schreibe ich über meinen Garten.

Überall und immer ist, da wo was wächst, ein Buffet zu finden. Nicht für Jedermann, doch der Spezialist findet.

Es gehört schon ein wenig Motivation dazu das Kleine zu entdecken. Immerhin muss man innehalten, warten, abwarten und die Luft anhalten. Denn ein Atemzug reicht, den Star der Szene zu verscheuchen.

Dann wird es schon einfacher. Begibt man sich in den Moment, schenkt sich der Moment. Und wie es bei Geschenken so ist, stellt sich Dankbarkeit ein. Ein dankbares Gefühl. All die, die um uns leben, finden was sie brauchen ohne dafür zu bezahlen.

Dieses Jahr hat alles auf sich warten lassen. Erst war es lange kalt, dann hat es lange geregnet. Zuletzt dann beides gleichzeitig. Das hat im Garten dazu geführt, dass alle Pflanzen einen Gang runter geschaltet haben. Aber jetzt ist sie da, die Zeit der Farben und Blüten.

Nach und nach werden es immer mehr Kräuter, die ich selbst anpflanze. Immer ein Frische-Erlebnis beim Kochen mit frisch geernteten Kräutern und eine gute Möglichkeit, den Winter über einen guten Vorrat an Kräutern zu haben. Ganz ohne lange Transwege oder dubiose Preise.

Kochen im Garten auf offenem Feuer. Klingt gut? Finde ich auch. Mit dem Kasan ist das möglich. Zuerst muss der Kasan aber eingebrannt werden. Meine Erfahrung dazu möchte ich gerne festhalten. Ein tolles Outdoor Erlebnis war es allemal.

Das geschenkte Gewächshaus war mir dann doch zu groß. Das ich das erst beim Aufbau bemerke, zeigt, dass ich keine Erfahrung mit Gewächshäusern habe. Um die Sache einfach zu gestalten, bestelle ich mir ein halbes Gewächshaus, das mir dann auch genau in den Kram passt.

2020 war alles anders. Mein Garten war nicht nur mehr der Ort der Erholung und der Freude, er war vielmehr eine Zuflucht während des Lockdown. Das hat meine Sicht und mein Gefühl für diesen Ort verändert. Kein Ausgleich für den Alltag, sondern als Teil der täglichen Routine, aber ohne selbst Bestandteil der täglichen Arbeit zu sein.